Eine revolutionäre Umdeutung in der Diät

Die Liebe verbreiten

Ständig neue Erkenntnisse werfen zuweilen ganze Glaubenssätze über Bord. In der Diät passiert derzeit ein ähnlich revolutionärer Prozess. Nachdem nämlich über Jahrzehnte die Fette als Haupternährungsproblem ausgemacht wurden, die, worauf der pejorative Name bereits hinweist, zur Fettleibigkeit führen würden, sind die Fette heute von vielen Ernährungswissenschaftler zu einem großen Teil rehabilitiert.

Als Hauptfeind für Übergewicht, aber auch für andere gesundheitliche Probleme wie Erschöpfung und Diabetes mellitus, gelten nun Lebensmittel mit einem hohen Zuckeranteil. Benjamin Oltmann hat basierend auf den neuesten Erkenntnissen einen erfolgreichen Diätplan im Sinne einer gesunden Lebensweise kreiert, den wir in der Folge vorstellen möchten. Der Erfinder ging selbst mit einem guten Beispiel voran und nahm durch sein eigenes Konzept binnen fünf Monate 30 Kilogramm ab.

Vorteile der besseren Chancen bei der Partnerwahl sind damit inbegriffen. Mehr noch: durch die Umstellung seiner Ernährung leidet Oltmann weder an Hunger noch an anderen Mangelsymptomen, was ihm beste Voraussetzungen dazu bietet, sein neues Traumgewicht beizubehalten. Der Low Carb Diätplan lässt sich also mit einer hohen Lebensqualität absolvieren. Warum das so ist, davon handelt dieser Ernährungsratgeber.

Vergleich von Fetten und Zucker

Bei einem Vergleich von Fetten und Zucker fällt auf, dass der Mensch, ausgehend von seinem evolutionären Bauplan, mit Fetten groß geworden ist, während er auf der anderen Seite kaum Zucker kannte. Bevor der Mensch sesshaft wurde, war er bekanntlich die längste Zeit seines Daseins Jäger und Sammler. Das erlegte Wild nahm einen Löwenanteil seiner Ernährung ein und strotzte nur so von Fett. Aus dieser Zeit rührt auch die Entwicklung der Gallenblase her, die der urzeitliche Mensch für die Bewältigung der gigantischen Fettmengen benötigte und die heute zum größten Teil überflüssig ist und im Serienverfahren entfernt wird.

Ganz anders verhält sich hingegen das Verhältnis des vormodernen Menschen zum Zucker. Im Gegensatz zu Fetten nehmen wir heute nicht weniger von dem Makronährstoff zu uns, sondern mehr. Denn eine lange Zeit seines Daseins kannte der prähistorische Mensch kaum süße Nahrungsmittel. Allenfalls bei den Früchten fand er gelegentlich Zucker, das allerdings in einem gesunden Verhältnis in die Nahrungsmittel und zudem in einer ansonsten gesunden Matrix mit vielen Mineralien und Vitaminen eingebunden war. Selbst die Verwendung des Honigs dauerte seine Zeit, bis der Mensch lernte, die Arbeit der Bienen für die Gewinnung von Honig zu nutzen.

Heute dagegen nehmen wir durch die industrielle Verarbeitung von Zuckerrohr und der Zuckerrübe, die aus der Runkelrübe weiterentwickelt wurde, ein Vielfaches dessen an Zucker auf, was unser evolutionäre Bauplan vorgesehen hatte. Dass das weit mehr ist, als uns gut tut, ist offensichtlich.

Die Nachteile von Zucker in der Ernährung

Was in der Theorie einleuchtend ist, zeigt sich auch in der Praxis. Lebensmittel mit hohen Zuckeranteilen besitzen kaum einen Sättigungseffekt und sättigen nur für kurze Zeit. Es ist so, als würde man in seinen Kamin immer nur neues Papier hineinwerfen, das schnell verbrennt, wonach das Feuer schnell auf eine weitere Zufuhr an brennbarem Material angewiesen ist.

Das Problem wird durch die Sucht, die von Zucker ausgeht, und die damit einhergehenden Heißhungerattacken weiter verstärkt. Ernährungswissenschaftler vergleichen die von Zucker ausgehende Wirkung sogar mit Koffein, Alkohol und Nikotin. Tatsächlich erweist sich Zucker als raffinierter Geschmacksverstärker, dessen Geschmackserlebnis durchaus mit Glücksmomenten verbunden ist. Denn Zucker dockt nach seiner Verwertung an das Belohnungszentrum im Gehirn an und aktiviert das Glückshormon Dopamin. In der Folge verlangt der Körper nach immer mehr Zucker, sodass die Glückshormone von dem Gewöhnungseffekt betroffen sind und langsam verkümmern.

Überdies springt insbesondere bei den kurzkettigen Kohlenhydraten, womit wir wieder beim Zucker wären, die Insulinpumpe an. Der Blutzuckerspiegel flacht – man denke hier wiederum an den nur mit Papier befüllten Kamin – nun ebenso schnell wieder ab. Auch dieser Effekt löst die gefürchteten Heißhungerattacken aus.

Schließlich blockiert die Verwertung von Zucker im Rahmen der Verdauung die Fettverbrennung, was zur Folge hat, dass der Körper kaum noch in der Lage ist, die Fette zu verbrennen. Diese werden stattdessen im Körper eingelagert und finden sich als Fettpolster am eigenen Körper wieder. Wer also seinen Zuckerkonsum drastisch zurückfährt, profitiert ebenfalls davon, dass sein Körper sich wieder verstärkt der Fettverbrennung widmen kann.

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